Villmarer Brunnenfest - 26. und 27. August 2006

Villmar (jw). Die Sänger von Quartettverein und MGV Teutonia sangen am Villmarer Brunnen mit beziehungsreichen Liedern schöneres Wetter herbei. Tennisclubvorsitzende Ursel Poppe begrüßte die Gäste für den Ausrichter und Bürgermeister Hermann Hepp eröffnete das traditionelle Fest am Rathaus. Und wer wie am Samstagabend Regenschauer befürchtete, zog sich gleich in eines der Feuerwehrzelte am Brunnenplatz zurück und genoss das Essen bei gutem Bier und Wein.
Rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag kehrte aber auch vorsichtiger Sonnenschein zurück und so wurde es trotz weiterer Schauer doch noch ein Brunnenfest in Villmar. Schließlich hatten die Mitglieder des TCV wieder viel Engagement in die Vorbereitung und Durchführung gesteckt, zum sechsten Male standen unter ihrer Regie auch wieder die Kinder im Mittelpunkt, sei es bei Spaß und Spiel am Brunnen oder beim Kinderschminken mit Kristin, Daniela und Esther. Schade natürlich, dass so mancher Kuchen wieder eingepackt werden musste. Doch selbst unter Regenschirmen kam ein bisschen Stimmung auf.
Unvergessen wird der Jugend bleiben, dass sie am Sonntagmorgen um 4 Uhr noch Bier zapfen mussten: Für die aus Runkel heimkehrenden Kirmesburschen.
 

 

Rund um den Brunnen (Ein Rückblick)

 

„Des Brunnefest wor su schi, es kunt net schiener sei“, meinte „Bäcker-Lauxe Ferdnand“, ein alteingesessener Villmarer Bürger, nach dem vom Tennisclub 1989 zum ersten Mal ausgerichteten Fest. Neben der Feuerwehr und dem Verschönerungsverein ist der Tennisclub turnusmäßig Veranstalter dieses beliebten Events „Rund um den Brunnen“, bisher also schon fünfmal.

Pressewart TC-Villmar Pressewart TC-Villmar

In der Tat herrschte immer ein buntes Treiben rund um den Marmorbrunnen in der Dorfmitte. Die Erwachsenen saßen gemütlich bei Grillwurst, Steak und kühlem Bier oder Kaffee und Kuchen unter den Schatten spendenden Bäumen und beobachteten die spielenden Kinder. Einige tummelten sich im Brunnen bei einem erfrischenden Bad. Andere ereiferten sich beim Torwandschießen mit Tennisbällen, vergnügten sich auf der Hüpfburg, verwandelten sich beim Kinderschminken in Katzen, Feen, Clowns etc. oder saßen zum ersten Mal auf einem Pony und ritten durch den Ort. Unvergessen ist der TCV-Brunnen-Express, der die begeisterte Kinderschar um das Rathaus fuhr. Lokführer Heinz Erlemann erweiterte zur Freude der Fahrgäste großzügig den Fahrplan. Auch bei einem Gedicht- und Malwettbewerb hatten sich die Kinder mit dem Brunnenfest auseinandergesetzt. Bei fast 100 gemalten Bildern hatte es die Jury schwer, die Sieger zu ermitteln, deren Bilder in der Kreissparkasse Villmar ausgestellt wurden. Für eine gute Stimmung sorgten der Männergesangverein „Teutonia“ und der Quartettverein Villmar mit ihren unterhaltsamen Liedern. Auch das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Villmar begeisterte die Besucher mit flotter Marschmusik. Sie alle sind bis heute immer wieder treue Begleiter.
Obwohl in der Vorbereitung dieses Festes viel Engagement der Verantwortlichen steckt und mancher zwischendurch schon mal stöhnt: „Nie wieder Brunnenfest!“, freuen sie sich doch alljährlich auf den „Montag danach“. Wenn die fleißigen Helfer wieder alles abgebaut haben und die letzten Zigarettenstummel aufgekehrt sind, kommt ihre Stunde. Dann sitzen sie traditionell geschafft und glücklich auf dem Brunnenplatz mit mehreren Kringeln Fleischwurst und stoßen mit den Getränkeresten auf ein gelungenes Fest an.

 

Ursel Poppe, Festbuch zum 25-jährigen Jubiläum, 2005